Der Hausmeister in ländlichen Gebieten
Viele Besitzer von Einfamilienhäusern auf dem Lande oder in Vorstädten teilen sich aus Kostengründen einen Hausmeister-Dienst. Die Hausbewohner sind auf dem Lande häufig auch gleichzeitig Eigentümer der Häuser.

Eine zwischengeschaltete Hausverwaltung existiert selten. Im Gegensatz zu städtischen Gebieten geht es auf dem Land vor allem um die Pflege von Gärten sowie handwerkliche Tätigkeiten. So übernimmt ein Hausmeister auf dem Lande das Zurückschneiden von Hecken und Bäumen, kümmert sich um regelmäßiges Rasenmähen, lässt abgestorbene oder kranke Bäume fällen und achtet auf Schädlingsbefall in Haus und Garten. Sind die Hausbesitzer im Urlaub, übernimmt ein Hausmeister die Objektüberwachung, kümmert sich um die Post und kontrolliert nach Unwettern das Dach und die Fenster des Hauses auf etwaige Schäden.
Die saisonal bedingten Tätigkeiten fallen auf dem Lande stärker ins Gewicht als in den Städten. So müssen im Herbst regelmäßig Tonnen von Blättern zusammengefegt, geharkt, gesammelt, in Kompostierbehälter verpackt und zur Bio-Deponie gebracht werden. Dies kann sich je nach Baumart und Laubaufkommen über mehrere Wochen hinziehen. Im Winter müssen Wege und Treppen von Schnee und Eis befreit werden. Auch bestimmte Flachdächer müssen regelmäßig geräumt werden, damit die zulässige Belastung nicht überschritten wird. Das aufgebrachte Streugut muss nach der Schneeschmelze wieder beseitigt werden. Im Frühjahr unterliegt dem Hausmeister je nach Absprache auch die Pflege von Gärten, Teichen und Pflanzkübeln sowie die Wartung und Instandsetzung von Zäunen.
Hausmeister auf dem Lande unterhalten meist eine enge, persönliche Beziehung zu den Hausbesitzern – und sind dank der Gerüchteküche über alle Vorgänge in der Nachbarschaft informiert. In der Stadt sieht diese Tätigkeit anders aus.